Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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ſetzt, aber ohne Stengen und Takelwerk. Sie en⸗ deten mit den Marſen und dieſe hatten ſich mit Laubgewinden geſchmückt. Flaggenleinen hingen zu beiden Seiten der Maſte herab und auf ein gege⸗ benes Zeichen bedeckte ſich der ganze Bau von oben bis unten mit einem wallenden Flaggenmeer in den ſtrahlendſten Farben. Ueber die Galerie weg wehte die Landesflagge und von dieſer ausgehend, liefen rechts und links bis über den Beſanmaſt hinaus die Plätze für die Pathen, welche der Taufe beiwohnen ſollten.

Schon mit dem Früheſten war es rings umher lebendig. Auf den Schiffen, die in der Nähe des Werftes lagen, fanden ſich Neugierige ein, um von dieſem günſtigen Standpunkte aus das Schauſpiel zu betrachten. Der Hafenmeiſter erſchien in ſeinem Boote, um nachzuſehen, ob irgend etwas im Wege ſei, was beim Ablaufen des Schiffs hinderlich ſein könnte. Sein Geſicht war voller Sonnenſchein und er hatte die Staats⸗Uniform angelegt, denn er wußte wohl, daß er nachher an Bord geladen werde, um dem Taufſchmauſe beizuwohnen. Je näher die Stunde heranrückte, je dichter wurde das Gedränge der Böte, meiſtens mit jungem, übermüthigen Volke gefüllt, welches ſich vorerſt die Langeweile mit Wettrudern