Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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des Auge über den ſchlanken Bau hingleiten. Ihm zur Seite hält ſich ſein Werftmeiſter. Er hört auf die Anordnungen des wohlunterrichteten Herrn und giebt an ſchicklichen Stellen ſein Wort dazu. Dieſen Beiden folgen die Meiſter der verſchiedenen Gewerke, die bei dem Bau beſchäftigt ſind. Eine ſtattliche Zahl, denn welches Gewerk fehlte bei dem Schiffs⸗ bau, von dem Maurer, der unter dem Stapel, der eine Fregatte tragen ſoll, das Mauerwerk fertigt⸗ bis zu dem Tapezier, der mit ſeinen phantaſtiſchen Draperieen von Sammt und Seide die Damenkajüte in einen Feenpalaſt verwandelt.

Da öffnet ſich die äußere Werftpforte und her⸗

ein ſchreitet ein ſtattlicher Herr, einfach und etwas nach altem Schnitte gekleidet. Aber die Stoffe ſind koſtbar und die Knöpfe an der Brocatweſte von ge⸗ diegenem Golde. Der Werft- und die Handwerks⸗ meiſter treten zurück und der Zimmerbaas geht mit dem Hute in der Hand ſeinem vornehmen Beſuche entgegen.

Herr Ehrenftied Möller, achtbarer Handelsherr und Schiffsrheder dieſer geſegneten Stadt und allei⸗ niger Eigenthümer der vor ihm auf dem Stapel lie⸗ genden neuen Feegatte, nimmt die dargebrachten

Huldigungen wie einen ſchuldigen Tribut entgegen, I. 3

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