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ihrem Söhnlein in eine ferne Hafenſtadt und hat ihn mit ihrer Hände Arbeit erhalten, bis er zum kräftigen Burſchen heran wuchs und Gleiches mit Gleichem vergalt. Des Flaggentroſt Tochter iſt nie ihres Grames Herr geworden; er nagte fortdauernd an ihrem Herzen und als ſie ſterbend in des Soh⸗ nes Armen lag, vertraute ſie dieſem, was er noch nicht wußte, und ſagte dann:„Mir ſagt's mein Herz, daß der Vater noch lebt. Suche ihn auf, mein Kind, ſage ihm, wie ich gelitten habe und geſtorben bin, und wie tief ich es bereue, ihn ſo ſchwer ge⸗ kränkt zu haben. Da machte der Sohn ſich auf und Ihr ſollt nun entſcheiden, ob ich das Alles dem Flaggentroſt ſagen darf?“ Der Alte ſchluchzte und bedeckte das Geſicht mit den Händen: „Sage es ihm nicht noch ein Mal, mein Sohn. Er hat es ſchon gehört und denkt der Geſtorbenen in Frieden.“ „Und Frieden bringe ich Dir,“ ſagte der junge Seemann weich.„Ich bringe Dich an Bord mei⸗ nes Schiffes und das Schiff trägt uns zu der grü⸗ nen Bai, wo ich meinen Heerd aufgerichtet. Dort wohnen Menſchen, die Deine Lieder verſtehen, und die Dich lieben, ohne Dich je geſehen zu haben. Du


