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treuen Augen und legte ihre zitternde Hand in die ſeine. Aber es dauerte nicht lange.“
„Kaum ein Jahr!“ fuhr der Alte fort.
„Wie Ihr das genau wißt. So habt Ihr auch wohl weitere Kunde von dem Manne, und könnt mir ſagen, wo ich ihn finden kann?“
„Und wenn ich es weiß? Wer bürgt mir, daß Ihr Gutes im Sinne habt? Es iſt dem armen Flaggentroſt vieles Unrecht geſchehen. Mehr kann er nicht tragen. Es wurde ihm ſchon die jetzige Laſt vor einer Stunde zu ſchwer.“
„Ihr ſollt mein Vertrauter ſein und dann ent⸗ ſcheiden, ob er es erfahren darf. Sein Weib hinter⸗ ließ ihm eine Tochter, ein harmloſes, heiteres Ge⸗ ſchöpf; ein wahrhaftes Poetenkind. Da kam ein Menſch daher, jung und feurig. Sie gefielen ein⸗ ander und glaubten, ſie gehörten einander für das Leben. Aber Flaggentroſt, der ſonſt nicht viel von den Dingen dieſer Welt verſtand, verſtand doch ſein ſorgloſes Töchterlein und wollte ſie dem Fremden nicht geben. Da gingen Beide heimlich miteinander fort und bald waren ſie ſich gegenſeitig eine Laſt. Das arme Weib wurde von ihrem wüſten Gatten verlaſſen, der im Innern Indiens ein anderes Glück ſuchte und dort verkommen iſt. Sie aber zog mit


