Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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und an ein müſſiges Wohlleben gewöhnt biſt. Denke daran und betrachte dieſe Herrlichkeiten, die ich für Dich ausgeſucht.

Und Dore⸗Marie war ein kluges Kind, wel⸗ ches die reichen Gaben wohl zu würdigen wußte, die der Alte vor ihr ausbreitete. Sie lobte Alles über die Maßen, ſie ſtreichelte dem guten Gevatter die Backen, ſie ließ ſich von ihm küſſen und ſchmei⸗ chelte ihm ein Stück nach dem andern ab. Dann aber wurde ſie auf einmal kühl und ſagte ſchnell:

Habe mich wirklich über die Gebühr aufgehal⸗ ten und kriege Schelte, wenn ich heimkomme. Habt ſchönen Dank und laßt Euch die Zeit nicht lang währen. Wenn wieder etwas vorfällt, laßts mich nur wiſſen.

Wie ein Vogel war ſie auf und davon. Der Wirth ſah ihr mit offenem Maule nach. Bald aber kehrte ihm die angeborene Pfiffigkeit zurück und er ſagte:

Dahinter ſteckt etwas. Die Dirne betrügt mich; darauf lege ich die Hand in's Feuer. Ich will bald klar ſehen.

Und ſo ſchnell er konnte, keuchte er dünenauf⸗ wärts hinterdrein.

Die Sonne ſchien hell gegen die weiße Dünen⸗