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wand, als auf einem Vorſprunge derſelben ein luſti⸗ ger Wanderer erſchien. Der kurze Sammtrock ſchloß ſich eng an den ſchlanken Leib, das Barett wiegte ſich ſchräge auf den dunklen Locken, der Stab in der Hand diente ihm mehr zum Spiel als zur Stütze. Er blickte auf die offene See, die ihm entgegenrauſchte, und ſeine Wangen glühten. Da hörte er in ſeiner Nähe leiſe kichern, und ſich umſchauend, rief er:
„Iſt das nicht das niedliche Mädchen, mit der ich geſtern in der Schenke tanzte? Guten Morgen, und gieb mir jetzt den Kuß, den Du mir geſtern verſprachſt, aber nicht gegeben haſt.“
„Laßt Euch hübſch Zeit,“ ſagte ſie ſchnippiſch. „Der Tag iſt lang und man braucht jede Stunde etwas Anderes. Wenn es Euch ſo ſehr um einen Kuß zu thun war, würdet Ihr daran gedacht haben, daß ich Euch den Platz zeigen ſollte, von welchem aus Ihr die Sonne am beſten konntet aufgehen ſehen. Nun, ich war zur rechten Zeit da, und die Sonne auch; aber Ihr nicht und darum könnt Ihr auch wieder hingehen, wo Ihr ſo lange geweſen ſeid.“
Sie wollte fort, aber er vertrat ihr lachend den Weg:
„Habe ich Dich auch auf dieſen Straßen ohne
Spur nicht finden können, bin ich doch im Gedanken I. 2


