Robert erblickten. Die Kaiſerin wich aus Beſtürzung in das innere Gemach des Landhauſes.
Anna Comnena nahm den Arm des edlen Grafen: eine nur ſelten bewilligte Auszeichnung, wenn man nicht ſehr nahe mit der Kaiſerlichen Familie ver⸗ wandt war.
Ich ſehe, ſagte ſie, daß die Kaiſerin, unſre Mutter, das Haus des weiſen Agelaſtes geehrt hat, indem ſie uns zugleich den Weg zeigte um einzutreten. Mei⸗ ne Fflicht iſt es daher, euch die Lebensart der Grie⸗ chen zu zeigen. Bei dieſen Worten fuͤhrte ſie ihn in daſſelbe Zimmer.
Fuͤrchtet nichts fuͤr eure Frau, ſetzte ſie hinzu, als ſie den Grafen um ſich blicken ſah; ſowie wir, ſo macht ſich unſer Gemahl, der Prinz Nicephorus ein Vergnuͤgen daraus, gegen Fremde ſeine Achtung zu beweiſen, und er wird die Graͤfin zu Lafel führen. Es iſt zwar nicht bei der Kaiſerlichen Familie Ge⸗ brauch, mit Fremden zu ſpeiſen, aber wir danken dem Himmel, daß er uns jene Höflichkeit verliehen hat, welche es fuͤr keine Entwuͤrdigung haͤlt, wenn ſie ſich von den gewoͤhnlichen Vorſchriften entfernt, um Frem⸗ den von ſo ausgezeichnetem Verdienſte, als das eu⸗ rige iſt, Ehre zu erweiſen. Ich weiß, meine Mut⸗ ter wird wuͤnſchen, daß ihr euch ohne Foͤrmlichkeiten zu Tiſche ſetzet, und obwohl dieß eine ganz beſondere Gunſt iſt, ſo bin ich doch uͤberzeugt, daß ſie auch den Beifall des Kaiſes, meines Vaters, erhalten wird.


