97 gewöhnlichen Lage, jenes Volkes dem Schmauſe bei⸗ wohnen würden, während Sitze zwiſchen dieſen Bet⸗ ten für die Damen beſtimmt waren, welche der grie⸗ chiſchen Sitte gemäß ſitzend ihre Mahlzeit einnahmen. Die Schüſſeln auf dem Tiſche waren nicht zahlreich, aber hinſichtlich der Güte ſtanden ſie kaum den koſtbaren Gerichten nach, welche einſt das Gaſtmahl des Tri⸗ maleion geſchmückt hatten, und konnten ſich mit den ausgeſuchteſten Feinheiten der griechiſchen Küche, ſowie mit den ſaftigſten und gewürzhafteſten Speiſen der Morgenländer meſſen. Nicht ohne eine gewiſſe Eitel⸗ keit lud Agelaſtes ſeine Gäſte ein, die Mahlzeit eines armen Einſiedlers zu theilen.
Wir kümmern uns ſehr wenig um feine Gerichte, antwortete der Graf; und das Pilgerleben, welches wir jetzt fuͤhren, erlaubt uns nicht in dieſer Hinſicht es ſehr genau zu nehmen. Die Nahrung des gemei⸗ nen Soldaten genuͤgt mir und der Graͤfin; denn wir moͤchten gerne in jedem Augenblicke zum Schlagen bereit ſeyn, und je weniger Zeit wir zur Vorberei⸗ tung auf den Kampf brauchen, deſto willkommener iſt es uns. Indeſſen wollen wir uns ſetzen, Brun⸗ hilde, da es unſer guͤtiger Wirth alſo will, und in der Eile einige Erfriſchung einnehmen, um nicht eine
Zeit zu verlieren, welche anders angewendet werden
ſollte.
Verzeiht, ſagte Agelaſtes, wenn ich euch bitte, noch
einen Augenblick bis zur Ankunft meiner andern W. Scott's ſämmtl. Werke. 1633 Boch. 4


