80 Sie kann weder die Reize der Prinzeſſin, noch deb Schrecken des Drachen fürchten.
Meine Dame, antwortet Achilles, die Prinzeſſin muß durch einen Kuß der Liebe, und nicht der Freund⸗ ſchaft geweckt werden.
Das iſt ein hinlänglicher Grund, ſagte die Graͤfin lächelnd, daß eine Frau nicht ihrem Manne zuredet, ein Abenteuer zu unternehmen, das nur unter einer ſolchen Bedingung beendigt werden kann.
Edler Troubadour oder Herold, oder welchen Na⸗ men man euch in dieſem Lande geben mag, ſagte Graf Robert, empfanget einen ſchwachen Beweis der Er⸗ kenntlichkeit, dafür, daß ihr uns eine ſo angenehme Stunde bereitet habt, obwohl ſie leider ohne Früchte geblieben iſt. Ich ſollte euch wegen des geringen Werthes meiner Gabe um Entſchuldigung bitten, aber die franzöſiſchen Ritter, wie ihr wiſſen werdet, haben mehr Ruhm als Reichthum.
Nicht aus dieſem Grunde ſchlage ich den Beweis eurer Freigebigkeit aus, edler Herr, antwortete Age⸗ laſtes. Ein einziger Pfenning, den ich von eurer würdi⸗ gen Hand oder derjenigen eurer hochherzigen Gemah⸗
lin empfinge, würde in meinen Augen einen unend⸗ lichen Werth durch die Auszeichnung der Perſonen be⸗
kommen, die mir ihn geſchenkt hätten. Ich würde ihn um meinen Hals an eine Perlenſchnur hängen, und wenn ich vor Rittern und Damen wäre, würde ich ausrufen, daß ich dieſes Geſchenk von dem berühm⸗


