Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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moͤchte dich nicht mehr ſo ſehen deinetwegen, ſo wie meinetwegen. Laſſe nicht dieſen weiſen Greis die Mei⸗ nung bekommen, daß dein Herz aus dem weichen Stoffe gebildet iſt, aus welchem das anderer Frauen beſteht, und entſchuldige dich bei ihm in deinen wuͤrdigen Aus⸗ drücken, daß du mich verhindert haſt das Abenteuer von Zulichium zu beſtehen, wozu er mich einladet.

Es wurde Brunhilde ſchwer, ihre Kaltblütigkeit wieder zu bekommen, nachdem ſie ein ſo auffallendes Beiſpiel davon gegeben hatte, wie die Natur ihre Rechte geltend zu machen weiß, mit welcher Strenge man ſie auch zu beherrſchen ſuchen mag. Sie riß ſich von ih⸗ rem Gemahl los, indem ſie ihm einen unausſprechli⸗ chen Blick der Liebe zuwarf; ſie hielt noch ſeine Hand, als ſie nach dem Greiſe ihr Geſicht wandte, auf wel⸗ chem halbgetrocknete Thränen einem freudigen und be⸗ ſcheidenen Laͤcheln gewichen waren, und ſie ſprach zu Agelaſtes, wie zu einem Manne, welchen ſie achtete, und bei welchem ſie einen Fehler wieder gut zu ma⸗ chen hatte.

Mein Vater, ſagte ſie zu ihm mit Ehrerbietung, ſeyd mir nicht böſe, wenn ich verhinderte, daß einer der beſten Ritter, die jemals ein Streitroß beſtiegen, eure bezauberte Prinzeſſin zu befreien ſuchte; aber die Wahrheit iſt, daß wir in unſrem Lande, wo Ritter⸗ thum und Glauben nur eine Gebieterin, nur eine Gat⸗ tin erlauben, nicht gerne unſere Gatten ſich Gefahren ausſetzen ſehen, beſonders wenn es Jungfrauen zu be⸗