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und ungeſunder Laͤnder herum, anſtatt an den an⸗ muthigen Ufern der Seine zu weilen? Warum traͤgſt du ein fuͤr dein Geſchlecht ſo ungewoͤhnliches Gewand? Warum trotzeſt du dem Tode und achteſt ihn fuͤr nichts im Vergleich mit der Schande. Nicht wahr, damit der Graf von Paris eine ſeiner wuͤrdi⸗ gen Gemahlin habe? Glaubſt du, daß deine An⸗ hänglichkeit übel angebracht ſey? Nein, bei allen Hei⸗ ligen! Dein Ritter erwidert ſie, wie es ſeine Pflicht iſt, und er opfert dir im Voraus alle Gedanken, welche deine Liebe nicht ganz billigen kann.
Die arme Brunhilde, deren Geiſt von den verſchie⸗ denen ſie bewegenden Gefühlen in Unorduung war, ſuchte jetzt vergeblich die heldenmüthige Haltung, welche ihr Amazonenchaxakter von ihr verlangte, zu behaup⸗ ten. Sie wollte die ſtolze und erhabene Miene auneh⸗ nen, welche ihr von der Natur verliehen worden war, aber ſie unterlag dieſer Anſtrengung, warf ſich in die Arme des Grafen, neigte ihr Hanpt auf die Bruſt ihres Gemahls, und weinte wie ein junges Mäd⸗ chen, deſſen Geliebter in den Krieg ziehen muß. Ihr Gemahl, etwas beſchämt, aber gerührt von dieſem Aus⸗ bruch der Gefühle von Seiten einer Frau, deren Cha⸗ rakter dafuͤr gewöhnlich nicht empfänglich ſchien, war
zugleich entzückt, ja ſtolz, eine ſo ſüße und wahrhafte Zärtlichkeit in einer ſo hochherzigen und unerſchütter⸗ lichen Seele hervorgerufen zu haben.
Bei Leibe, meine Biunhilde! ſagte er zu ihr; ich


