Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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56 Erfolg, als welchen die Liebhaber erwarteten. Die Ritter, welche gegen die ſchöne Brunhilde rannten, wurden Einer nach dem Andern aus dem Sattel ge⸗ worfen; doch kann man auch nicht läugnen, daß es eine ſehr mißliche Lage war, gegen eine der ſchönſten Frauen jener Zeit zu kämpfen. Ein jeder Ritter fürch⸗ tete von der ganzen Kraft ſeines Lanzenſtoßes Gebrauch zu machen, wagte nicht ſeinem Renner vollen Lauf zu laſſen, mit einem Worte wollte nicht Alles thun was nöthig geweſen wäre, um ſich des Sieges zu ver⸗

ſichern, aus Beſorgniß ihn auf Koſten der Sicherheit

ſeiner ſchönen Gegnerin davon zu tragen. Aber das Fräulein von Aspramont war ein Weib, welches nur durch die Anwendung aller Kräfte und Fähigkeiten zu überwinden war. Die beſtegten Liebhaber zogen ſich um ſo niedergeſchlagener von dem Kampfplatze zu⸗ rück, als gegen Abend Robert von Paris ankam: dieſer hatte von den Vorgaͤngen Nachricht bekommen, und ſchickte ſeinen Namen in die Schranken des Kampfplatzes, indem er zugleich verkuͤndete, daß er auf den Preis des Lurniers keinen Anſpruch machte, wenn er ihm vom Gluͤcke bewilligt werden ſollte, weil ihn weder die Luſt nach Läͤnderbeſitz noch die Reize eines Weibes herbeigelockt haͤtten. Die darob beleidigte und aͤrgerliche Brunhilde nahm eine neue Lanze und beſtieg einen beſſern Renner, und trat auf den Kampfplatz, entſchloſſen, dieſen neuen An⸗ greifer fuͤr die Verachtung zu beſtrafen, welche er