Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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Sehntes Knpi1

Die wilden Zeiten, der Jetztzeit Gegenfuͤßler!

Es ſahn die Maͤdchen öfter ihr Geſicht

Im breiten Schein von eines Kriegers Schild,

Als in dem Spiegel; maßen lieber ſich

Im Kampfe, als ſie in Scherz und Liebeley

Dem Liebesangriff ſtanden. Die Natur

Ward wohl verhoͤhnt, doch niemals unterdruͤckt. Die Fendalzeiten.

Brunhilde, Gräfin von Paris, war eine jener Amazonen, welche man ihm erſten Kreuzzuge durch eine allgemeine Verkehrtheit und unnatuͤrliche Gewohn⸗ heit ſich freiwillig in die erſten Reihen der Kämpfer wagen ſahz lebendige Abbilder jener Marphiſen und Bradamanten, in deren Schilderung ſich die Roman⸗ zendichter gefielen, indem ſie dieſelben bisweilen mit einem undurchdringlichen Harniſch oder einer unwider⸗ ſtehlichen Lanze bewaffneten, um die Siege, welche ſie oft dem ſchwächern Geſchlechte über die Männer einräumten, weniger unwahrſcheinlich zu machen.

Aber der Talismann Brunhilden's war einfacher, und beſtand nur in ihrer großen Schönheit.

Seit ihrer früheſten Ingend hatte ſie die gewöhn⸗ lichen Arbeiten ihres Geſchlechtes verſchmäht, und Diejenigen, welche Anſpruch zu machen wagten auf die Hand der jungen Dame von Aspramont(er Name