52 pete zum Angriffe, und zu keiner Zeit und an keinem Drte hoͤrt er auf einen friedlicheren und vernuͤnfti⸗ geren Ruf. Seht nur, wie er dort hergeht! gleicht er nicht einem loſen Schüler, welcher an einem freien Tage aus dem umkreiſe der Schule hervorſtuͤrmt, zum Theil von Neugierde getrieben, zum Theil auf irgend einen muthwilligen Streich ausgehend?
und doch, ſagte Raimund, Graf von Toulonſe, hat er genug Entſchloſſenheit, um allein unſer gewagtes unternehmen aufrecht zu erhalten. Und dennoch iſt der Graf Robert ein ſo entſchiedener Prahler, daß er lieber den Erfolg des ganzen Feldzuges aufs Spiel ſetzen, als eine Gelegenheit vorbeigehen laſſen wuͤrde, um einem wuͤrdigen Gegner in den Schranken zu begegnen, oder, wie er ſich ausdruͤckt, um unſerer lie⸗ ben Frauen der gebrochenen Lanzen eine Huldigung darzubringen. Aber wer iſt die Perſon, mit welcher
er zuſammengetroffen iſt, und welche mit ihm nach
Conſtantinopel zu gehet oder vielmehr irrt?
Das iſt ein Ritter in vollkommener Ruͤſtung, aber
deſſen Wuchs nicht ganz ritterlich iſt, antwortete Gottfried. Ich vermuthe, daß es die beruͤhmte Dame iſt, welche das Herz Robert's in den Schranken durch eine gleiche Tapferkeit, wie die ſeinige, gewann, und
die Pilgerin im langen Gewande, welche ſie begleitet,
mag ihre Tochter oder ihre Nichte ſeyn.
Dieſes iſt ein eigenthuͤmliches Schauſpiel unſerer
geit, wuͤrdiger Ritter, fuhr der Graf von Toulonſe


