46 von meiner Seite, daß ich auf eure Reiterhaufen los⸗ gegangen bin?
Alexius gab ihm ſchnell zur Antwort, daß er gar nicht den Grafen einer Beſchimpfung oder Beleidigung gegen ihn haͤtte anklagen wollen, und ſetzte hinzu, daß bei der mißlichen Lage des Reiches fuͤr denjenigen, der deſſen Steuerruder führe, gar nicht der Angenblick gelegen wäre, ſich in leere und unnuͤtze Händel ein⸗
zulaſſen. Der Franzöſiſche Ritter hörte ihn an, und antwor⸗ tete ihm mit trockenem Tone:— Wenn das eure Ge⸗
ſinnungen ſind, ſo wundere ich mich ſehr, daß ihr lange genug in einem Lande gewohnt habt, wo ihr die Franzöſiſche Sprache ſo ſprechen gelernt habt, wie ihr es thut. Da ihr aber weder ein Mönch noch ein Weib ſeyd, ſo hätte ich erwartet, daß ſich auch einige der ritterlichen Geſinnungen dieſes Volkes in euer Herz eingeprägt hätten, wie die Worte ſeiner Sprache in euer Gedächtniß.
Ruhig, Herr Graf! ſagte Bohemund, welcher beim Kaiſer geblieben war, um den drohenden Streit abzu⸗ wenden. Ihr müßt dem Kaiſer mit Höflichkeit ant⸗ worten; und wer ungeduldig iſt ſich zu ſchlagen, der wird Ungläubige genug finden um dieſe Ungeduld zu ſtillen. Er hat ench um euren Namen und Stamm⸗ baum gefragt, und ihr habt weniger Urſache als Je⸗ mand, ein Geheimniß daraus zu machen.
Ich weiß nicht, wie das dieſen Fuͤrſten oder dieſen


