58 ſen, um jeden Preis dieſe ungeſtümmen und nu⸗ lenkſamen Gaͤſte los zu werden, indem er ſie ſo ſchnell als möglich auf die andere Seite des Bosphorus ſchaf⸗ fen ließ, auch benutzte er die Gegenwart des Grafen von Vermandois, Gottfrieds von Buuillon und ande⸗ rer einflußreicher Häupter, um unter den franzöſiſchen Rittern niedern Standes, welche ebenſo unfolgſa mals zahlreich waren, die Ordnung zu erhalten.
Der Kaiſer, welcher gegen das innere Gefühl ſeines beleidigten Stolzes ankämpfte, es aber aus kluger Vor⸗ ſicht unterdrückte, ſuchte mit zufriedener Miene eine Huldigung zu empfangen, welche ihm nur mit einer Art Spott dargebracht wurde. Ein Vorfall, der ſich bald darauf ereignete, ließ deutlich die Verſchiedenheit des Charakters und der Geſinnung der beiden Völker, welche ſich auf eine ſo ungewöhnliche Weiſe gegenein⸗ ander über befanden, in die Augen ſpringen. Mehrere Schaaren von Franzoſen waren nacheinander vor dem Throne des Kaiſers vorbeigezogen, und hatten die ge⸗ wöhnliche Feierlichkeit der Huldigung mit einigem Schein von Ernſt erfüllt. Vor Alexius niederkniend, hatten ſie ihre Hände in die ſeinigen gelegt, und ſich alſo der verabredeten Förmlichkeit entledigt. Aber als die Reihe an Bohemund von Apulien kam, von dem wir ſchon einige Male geſprochen haben, ſo wollte der Kaiſer dieſem argliſtigen Fuͤrſten, ſeinem alten Feinde and gegenwärtig ſeinem ſcheinbaren Freunde, ſeine
ganze beſondere Aufmerkſamkeit bezeugen, und ging


