Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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14 regung des Wäringers allmählig: dennoch zitterte ſeine Stimme noch, als er antwortete:

Ich weiß nicht, wer du biſt, ich kann nicht fagen, was du von mir willſt, ich habe keinen Begriff davon, wie du Dinge erfahren haſt, welche für mich ſo viel Bedeutung haben, und ſo wenig für jeden Andern. Aber das weiß ich, daß du durch Zufall oder mit Ab⸗ ſicht einen Namen ausgeſprochen haſt, der mein Herz bis in ſeine geheimſten Falten bewegt. Indeſſen ich bin ein Chriſt und Wäringer, und ich werde nicht in der Treue wanken, welche ich meinem Gotte und meinem angenommenen Fuͤrſten ſchuldig bin. Alles, was durch Götzenbilder und falſche Götter geſchehen ſoll, iſt eine Handlung des Verrathes an dem wahren Gotte. Eben ſo gewiß iſt, daß du in meinen Augen einige Pfeile haſt glänzen laſſen, welche auf den Kaiſer

ſelbſt abgeſchoſſen waren, obwohl es dir die Treue, die du ihm ſchuldig biſt, verbieten ſollte. Ich ſage mich alſo in Zukunft von jeder Verbindung mit dir los, mag ſie mir nun ſchädlich oder vortheilhaft ſeyn. Ich bin Soldat des Kaiſers, und wenn ſchon ich nicht ganz genau die Hofſitte beobachte, welche für ſo verſchiedene Fälle und durch ſo viele Verordnungen vorgeſchrieben iſt, ſo bin ich doch ſein Leibwächter, und meine Streit⸗ axt iſt ſein Schutz.

Niemand bezweifelt das, ſagte der Philoſoph; aber ſtehſt du nicht unter der unmittelbaren Abhängigkeit des großen Akoluthos Achilles Tatius?