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Stellung annehmen ſehen, als die des graden Aufrecht⸗ ſtehens. Aber obgleich ich dieſes Aeußere in der Ge⸗ ſellſchaft annehme, und mich darin ihren Irrthümern füge, ſo hat mein wirkliches Urtheil einen ernſteren Charakter, und geziemet mehr dem Menſchen, der, wie man ſagt, nach dem Ebenbilde Gottes geſchaffen iſt.
Ihr könnt nur wenig Gelegenheit haben, euer Ur⸗ theil an dem zu üben, was mich angeht; und ich wün⸗ ſche nicht, daß mich Jemand für etwas Anderes an⸗ ſehe, als was ich bin,— ein armer Verbannter, der ſeinen Glauben zum Himmel zu erheben ſucht, und ſeine Pflichten ſowohl gegen die Welt, in der er lebt, als gegen den Kaiſer, dem er dient, erfuͤllen will.— Jetzt erlanbt auch mir, mein Herr, die Frage, ob ihr dieſe Unterredung gewünſcht habt, und welches der Beweggrund dazu iſt. Ein Afrikaniſcher Sklave, wel⸗ chem ich auf dem öffentlichen Spaziergange begegnet bin, und welcher behauptet Diogenes zu heißen, hat mir geſagt, daß ihr mich zu ſprechen wünſchtet. Er hat ſo ziemlich das Ausſehen eines alten Poſſenreißers, und es iſt möglich, daß er mir nicht die Wahrheit ge⸗ ſagt hat. Wenn das iſt, ſo will ich ihm ſelbſt die Prügel ſchenken, welche ſeine Unverſchämtheit eigentlich verdiente, und will euch zugleich um Entſchuldigung bit⸗ ten, daß ich euch in enrer Einſamkeit geſtört habe, welche ich keineswegs zu theilen geneigt bin.
Diogenes hat euch nicht belogen. Er liebt zu ſpaſ⸗ ſen, wie ihr eben bemerkt habt; aber er vereinigt da⸗


