Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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109 Dabei gleicht die Farbe deiner Haut, mein Gefährte, zu ſehr der des Satans, als daß man dir ohne Miß⸗ trauen in dieſe Ruinen folgen könnte, in welchen der Sage nach alle Tage der Lügengeiſt umgehet. Mau behauptet, daß um Mitternacht und Mittag ſeine

Erſcheinung Statt finde. Ich will darum mit dir

nicht weiter gehen, wenn du mir nicht einen hinrei⸗ chenden Grund angibſt, um mich dazu zu bewegen.

Da ihr mir ein ſo kindiſches Geſtändniß thut, ant⸗ wortete der Neger, ſo benehmt ihr mir wahrlich alle Luſt euch zu meinem Herrn zu führen; ich glaubte es mit einem Manne von unuͤberwindlichem Muthe zu thun zu haben, und der jene geſunde Vernunft be⸗ ſitzt, welche die ſicherſte Grundlage des wahren Mu⸗ thes iſt. Aber eure Tapferkeit giebt euch nur das Herz, einen ſchwarzen Sclaven zu ſchlagen, welcher weder die Kraft noch das Recht hat euch zu widerſte⸗ hen; und euer Muth geht nicht ſo weit, eine Mauer von der Schattenſeite zu betrachten, während die Sonne hoch am Himmel ſteht.

Du biſt ein Unverſchaͤmter, ſagte Hereward, und ſchwang ſeine Streitart.

Und ihr ſeyd thoͤricht, eure Tapferkeit und Weisheit durch Mittel beweiſen zu wollen, welche geradezu ge⸗ eignet ſind, ſie in Zweifel zu ſetzen. Ich habe euch

ſchon ein Mal geſagt, daß es von wenig Muth zeugt, wenn man einen ungluͤcklichen Sklaven, wie mich, ſchlägt; und ein Menſch von geſunder Vernunft, wel⸗