Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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108 den Chriſten einen noch toͤdtlicheren Abſcheu ein, als irgend ein anderer.

Die viehiſche Verehrung des Apis und der Cybele wurde nicht allein als Vorwand betrachtet, um ſich unzuͤchtigen und unanſtaͤndigen Vergnuͤgungen hin⸗ zugeben, ſondern man ſah auch als ihren Zweck an, einen gefaͤhrlichen Verkehr mit den boͤſen Geiſtern zu eroͤffnen und zu beguͤnſtigen, von welchen man glaub⸗ te, daß ſie auf dieſen gemeinen Altaͤren den Namen und Charakter jener ſcheußlichen Gottheiten anneh⸗ men. Daher wurde bei der Bekehrung des Reiches zum Chriſtenthume nicht allein der Tempel der Eybele mit ſeinen rieſenmäßigen Säulenhallen, ſeinen unge⸗ ſchmeidigen, übermenſchlichen Bildſäulen und ſei⸗ ſeinen ſeltſamen Hieroglyphen niedergeriſſen und zer⸗ ſtört, ſondern der Boden ſelbſt, worauf er geſtanden hatte, wurde als entweiht betrachtet, und da noch kein Kaiſer eine chriſtliche Kirche auf dieſer Stelle hatte auf⸗ bauen laſſen, ſo war dieſer Ort in einem Zuſtande der Verwahrloſunz wie wir ihn geſchildert haben.

Der Wäringer kannte vollkommen den übeln Ruf dieſes Ortes; und als der Neger Willens ſchien, mit⸗ ten durch dieſe Trümmerhaufen vorwärts zu gehen, ſo ſtand er an ihm zu folgen, und ſagte zu ſeinem Füh⸗ rer: Höre mich, mein ſchwarzer Freund, dieſe un⸗ geheuren und ſeltſamen Bildſäulen, die einen ohne Köpfe, die andern mit Hunds⸗ oder Kuhköpfen, flößen keine große Ehrfurcht dem Volke dieſes Landes ein.