Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Nach dieſer Sage waren dieſe Truͤmmer von einem Tempel der Egyptiſchen Göttin Cybele, der in den Zeiten erbaut worden, als das Roͤmiſche Reich noch heidniſch war, und Conſtantinopel noch Byzanz ge⸗ nannt wurde.

Es iſt bekannt, daß der Aberglaube der Egyptier, welcher nach ſeinem woͤrtlichen Sinne ebenſo plump war als in ſeiner geheimen Auslegung, und welcher eine Menge abgeſchmackter Lehren veranlaßte, ſelbſt nicht bei den Grundſätzen der allgemeinen Duldung und dem Syſteme der Vielgoͤtterei, welche in Rom galten, zugelaſſen noch anerkannt wurde; und daß mehrmals eingeſchaͤrfte Geſetze unterſagten, demſelben die Achtung zu erweiſen, welche in dem Reiche faſt alle andere Religionen erhielten, ſo abgeſchmackt und ungereimt ſie ſeyn mochten. Dieſer Egyptiſche Got⸗ tesdienſt hatte aber großen Reiz fuͤr wißbegierige und aberglaͤubiſche Geiſter, und nach einem langen Kampfe gelang es ihn in das Roͤmiſche Reich einzufuͤhren.

Obwohl ſie nun geduldet wurden, ſo betrachtete man doch die Egyptiſchen Prieſter mehr als Zauberer, denn als Glaubensdiener, und nach dem Volksglauben hatte ihr Gottesdienſt mehr Beziehung auf Geiſterbeſchwoͤ⸗ rung als auf irgend eine regelmaͤßige Anbetung eines hoͤchſten Weſens.

Der Egyptiſche Gottesdienſt, welcher ſchon bei den Heiden von einer ſolchen Anklage befleckt war, floͤßte