Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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niedriger Sklave. Uebrigens habe ich von ihm erfah⸗ ren, daß die Meiſter dieſer leeren Wiſſenſchaft ſich die Köpfe zerbrechen, um in ihren Schlüſſen Worte an die Stelle der Gedanken zu ſetzen, und da ſie nie über die Bedeutung der Worte einig ſind, ſo koͤnnen ihre Be⸗ weisführungen niemals zu einem vernünftigen und ge⸗ nügenden Ziele kommen, weil ſie ſich nicht über die Art, ihre Gedanken auszudruͤcken verſtändigen können. Ihre Theorieen, wie ſie ſie nennen, ſind auf Sand ge⸗ daut, und Wind und Fluth kann ſie umwerfen.

Saget das meinem Herrn, ſagte der Neger in ernſt⸗ haftem Tone.

Ich werde es ihm ſagen, erwiderte der Waͤringer; und er ſoll in mir das ſehen, was ich bin, einen un⸗ wiſſenden Soldaten, der nur wenige Begriffe hat, und nur ſeinen Glauben und ſeine Pflichten als Soldat kennt: aber man wird mich nicht von dieſen Mei⸗ nungen abbringen, weder durch ein Gewebe von Spitz⸗ findigkeiten, noch durch die Kunſtgriffe oder die Dro⸗ hungen der Freunde des Heidenthumes von dieſer oder der andern Welt.

Ihr könnt ihm ſelbſt eure Denkungsweiſe mittheilen, ſagte Diogenes. Er that einen Schritt zur Seite, um dem Wäringer Platz zu machen, und gab ihm ein Zeichen vorwärts zu geheh.

Hereward ſchritt auf einem faſt unmerklichen Pfade vorwärts, der kaum durch das hohe Gras getreten war; er bog um einen halb zerſtörten Altar, worauf noch die Ueberbleibſel des Stieres oder Gottes Apis zu ſehen waren, und fand ſich plötzlich vor dem Philo⸗ ſophen Agelaſtes, welcher mitten unter den Trümmern guf dem Raſen ſaß.

(Fortſetzung folgt.)