Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Nubiſchen Geſichtszüge, wie man es nennt, nicht wirk⸗ lich vorhanden wäre; und um dir alle Ungewißheit zu benehmen, will ich dir, mein ſchwarzer Freund, ſagen, ½ daß du zwar mit einem Wäringer ohne Erziehung ſprichſt, daß ich aber nicht gänzlich ohne Bekannſchaft mit der Kunſt der Griechen bin, welche honigſüßen und wohlgeſtellten Worten ſtatt guter Vernunft⸗ gründe in den Geiſt ihrer Hörer Eingang zu verſchaf⸗ fen wiſſen.

Ei wirklich? ſagte der Neger mit zweifelnder und uͤberraſchter Miene. Und darf euch der Sklave Diogenes, dieſen Namen hat mir mein Herr gege⸗ ben, fragen, wie ihr eine ſo ungewöhuliche Kennt⸗ niß erworben habt?

Das iſt bald geſagt. Mein Landsmann Wittekind, einer von den Konnetabeln unſres Corps, hatte ſich vom Dienſte zurückgezogen, und verlebte die letzten Tage ſeines langen Lebens in dieſer Stadt Eonſtanti⸗ nopel. Da er nicht mehr das Handwerk des Krieges trieb, weder in der Wirklichkeit auf dem Schlacht⸗ felde, noch in dem ermüdenden Gepränge des Dienſtes und der Paraden, ſo wußte der arme Greis nicht mehr ſeine Zeit anders hinzubringen, als indem er die Vor⸗ träge der Philoſophen hörte.

Und was konnte er da lernen? Ein unter dem Helme ergrauter Barbare mochte, wie mir ſcheint, kein glänzender Schuͤler in unſeren Schulen ſein.

Doch wohl ſo glänzend, wie mir ſcheint, als ein