100 Abend, ſo wie den Ort zu verheimlichen, wo er ſeine Belehrungen bekommen.
Gegen Mittag, wo er müde war, dieſelbe Antwort auf dieſelben Fragen zu geben, und anderen derſelben Art, welche ſich beſtändig wiederholten, auszuweichen, verkündete der Schall der Trompeten die Ankunft des Akoluthos Achilles Tatius, welcher, wie man ſich ganz leiſe ſagte, unmittelbar aus dem innerſten Hei⸗ ligthume des Pallaſtes kam, um die Nachricht von dem baldigen Ausbruche des Krieges zu überbringen.
Der Akoluthos berachrichtigte ſie, daß die Wärin⸗ ger und die römiſchen Cohorten mit dem Beinamen der Unſterblichen ein Lager unter den Mauern der Stadt bilden ſollten, um auf das erſte Zeichen zum Kampfe bereit zu ſeyn. Dieſe Nochricht brachte Alles in den Kaſernen in Bewegung, und Jeder machte ſeine Vorbereitungen für den nahen Feldzug. Es herrſchte ein ſolcher Wirrwarr von lärmenden Zurufungen und rauſchendem Geſchrei, daß Hereward, welcher vermöge ſeines Grades die Zurichtung ſeiner Kleidung und Waf⸗ fen einem Knappen der Waffenträger uberlaſſen durfte, dieſe Gelegenheit ergriff, um die Kaſernen zu verlaſ⸗ ſen, und um in einiger Entfernung von ſeinen Ge⸗ fährten einen einſamen Ort zu ſuchen, wo er ſich ſei⸗ nen Gedanken hingeben könnte über die ſonderbare Verkettung der Ereigniſſe, die ihn in unmittelbare Verbindung mit der kaiſerlichen Familie geſetzt hatte. Er wandelte durch enge Straßen, welche jetzt we⸗


