Völkerſchaften des Abendlandes beſtünde, ſey an den Gränzen des griechiſchen Reiches angekommen, und habe vor, nach Paläſtina zu ziehen. Tauſenderlei Ge⸗ rüchte übertrieben noch, wo möglich, ein ſo wunder⸗ bares Ereigniß. Die Einen ſagten, die Kreuzfahrer wollten Arabien erobern, das Grabmal des Propheten zerſtören, und aus ſeiner grünen Fahne eine Decke für das Pferd des Bruders des franzöſiſchen Königs machen. Andere vermutheten, die Zerſtörung und Plünderung Conſtantinopels wären der wahre Zweck des Krieges. Eine dritte Klaſſe meinte, er wäre un⸗ teruommen worden, um den Patriarchen zur Aner⸗ kennung der Obergewalt des Pabſtes zu zwingen, ſo wie zur Annahme der Geſtalt des lateiniſchen Kreuzes und zur Beendigung der Kirchentrennung.
Dieſe furchtbare Neuigkeit wurde überall mit Ver⸗ änderungen erzählt, je nach dem beſonderen Geſchmacke und den eigenthümlichen Vorurtheilen derjenigen, wel⸗ che ſie berichteten; auch die Wäringer machten ihre Erklärungen dazu. Sie erfuhren dieſelbe zuerſt durch unſern Freund Hereward, welcher einer ihrer Unter⸗ offiziere, auch Connetablen oder Serganten genannt, war, und welcher etwas von dem, was er am vori⸗ gen Abende gehört hatte, verlauten ließ; da er be⸗ dachte, daß die Sache bald öffentlich bekaunt werden wuͤrde, ſo hatte er keinen Anſtand genonmen, ſeinen Kameraden zu verſtehen zu geben, das ſie bald ein normänniſches Heer unter den Befehln des Herzogs


