Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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97 geſchrieben, und unſre Unterſchrift iſt gehörig mit grüner und purpurrother Farbe bezeichnet. Man be⸗ folge ſie genau. Wir wollen ſelbſt den Oberbefehl über die Cohorten der Unſterblichen, welche in der Stadt bleiben, übernehmen, und ſie mit unſrentreuen Wäringern vereinigen. An der Spitze dieſer Truppen wollen wir die Ankunft dieſer Fremdlinge unter den Mauern unſrer Hauptſtadt erwarten; wir werden den Kampf ſo lange vermeiden, als ihn unſre Politik aufſchieben kann, aber ſtets auf alle Fälle gefaßt ſeyn, welche der All⸗ mächtige uns ſchicken kann.

Der Rath trennte ſich, und die verſchiedenen Be⸗ amten begannen ſich thätig mit der Ausführung der mannichfachen bürgerlichen und kriegeriſchen, geheimen oder öffentlichen, friedlichen oder feindlichen Verhal⸗ tungsbefehle, zu beſchäftigen, welche ſie rückſichtlich der Kreuzfahrer empfangen hatten.

Der eigenthümliche Charakter des griechiſchen Volkes zeigte ſich bei dieſer Gelegenheit recht deutlich. Seine Prahlerei und Aufgeblaſenheit beförderte die Anſich⸗ ten, welche der Kaiſer den Kreuzfahrern von ſeiner Macht und ſeinen Hülfsquellen beizubringen wünſchte. Auch dürfen wir nicht verſchweigen, daß der ſchlaue Eigennutz der meiſten Diener des Alexius manches Mittel fand, die Befehle ihres Herrn auf eine ihrem Vortheile am meiſten zuſagende Weiſe zu vollziehen.

Indeſſen hatze ſich in Conſtantinopel die Neuigkeit verbreitet, ein ungeheures Heer, welches aus allen

W. Scorrs ſämne. Werke. r63s Bochn. 7