Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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96 Vorfahren Ew. hochheiligen Maj., wahre rechtgläu⸗ bige Chriſten, nicht vor dem Joche der Ungläubigen haben beſchützen können. Auch hoffe ich feſt, daß Ew. Maj. den Lateinern nicht erlauben wird, irgend eine Niederlaſſung zu gruͤnden, wenn man daſelbſt nicht ein Kreuz errichtet, deſſen vier Arme gleich lang ſind, anſtatt jenes unglücklichen und verdammungswürdigen Irrthums der abendländiſchen Kirche, welcher den untern Theil dieſes hochheiligen Sinnbildes verlängert.

Ehrwürdiger Patriarch, antwortete der Kaiſer, ſeyd uͤberzeugt, daß wir große Wichtigkeit auf eure Be⸗ denken legen; ſie haben ohne Zweifel viel Gewicht, aber die Frage iſt jetzt nicht, ob wir dieſe ketzeriſchen Lateiner zum wahren Glauben bekehren koͤnnen, ſon⸗ dern wie wir vermeiden mögen, daß wir nicht von ihren unzähligen Heeren erdrückt werden, welche jenen

Heuſchreckenſchwärmen gleichen, die vor ihnen hergezv⸗

gen ſind, und ſie angekuͤndigt haben.

Ew. Maj. wird mit ihrer gewöhnlichen Vorſicht handeln, ſagte der Patriarch. Ich dagegen drücke nur meinen Zweifel aus, um meine Seele zu retten.

Wir thun eurer Ueberzeugung keinen Eintrag durch unſere Auslegung, hochehrwuͤrdiger Patriarch, ſagte der Kaiſer! Und ihr, fuhr er fort, ſich an ſeine an⸗ dern Räthe wendend, ſorget dafür, jeder in ſeinem Gebiete, daß alle Maßregeln zur Vollziehung der Befehle, welche wir euch im Allgemeinen gegeben ha⸗ ben, ergriffen werden. Sie ſind mit heiliger Dinte