Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

93 und ihr, unſer Oberhofmeiſter, ihr veranſtaltet es, daß diejenigen von unſern Soldaten, welche abge⸗ ſonderte Frankenzüge abſchneiden können, ſich ſtets ſo viel als möglich, in der Tracht der Barbaren und unter dem Scheine von Ungläubigen darſtellen. In⸗ dem ich die Ausführung dieſer Befehle eurem Eifer anvertraue, beabſichtige ich, daß die Krenzfahrer den Werth unſrer Freundſchaft und bis zu einem gewiſſen Grade die Gefahr, uns zu Feinden zu haben, erken⸗ nen lernen, und daß diejenigen, welche wir ſicher nach Aſien übergeſetzt haben werden, eine losgeriſſene Schaar bilden, welche freilich immer noch ungehener aber doch geſchwächt iſt, und gegen welche wir dann nach den Vorſchriften der chriſtlichen Klugheit handeln können⸗ Indem wir alſo an den Einen ſchöne Worte verſchwen⸗ den, an den andern Drohungen, Gold an den Eigen⸗ nützigen, Auszeichnungen an den Ehrgeizigen, und ver⸗ nünftig mit Denjenigen ſprechen, welche es verſtehen, ſo zweifeln wir nicht, daß wir dieſe Franken, welche von kauſend verſchiedenen Orten zuſammengekommen, und unter einander entzweit ſind, dahin bringen, uns eher als gemeinſchaftlichen Herrn anzuerkennen, als ein Oberhaupt aus ihnen ſelbſt zu wählen; zu dem Ende ſollen ſie von der wichtigen Thatſache belehrt werden, daß jedes Dorf Paläſtinas von Dom bis nach

Berſebah das alte Eigenthum des heiligen römiſchen

Reiches iſt, und daß jeder Chriſt, welcher an einem Kriege Theil nimmt, um dieſes Land wieder zu ero⸗