Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19 ten und Beſchützer ſeines Zuges wachte. Von Zeit zu Zeit gab die Trompete den verſchiedenen Abtheilungen der Waͤringer das Zeichen, ihre Waffen abzulegen um die ihnen ausgetheilte Nahrung in Empfang zu neh⸗ men und ſich an dem Bache abzukühlen, deſſen reine Wellen zu dem Fuße des Gebirges hinabeilten; auch ſah man ſie ihre krftigen Glieder auf dem nahen Raſen ausſtrecken. Man wartete auch das Frühſtück dem Kaiſer, ſeiner durchlauchtigſten Gemahlin, den Prinzeſſinnen und Hof⸗Frauen, an dem Rande der Quelle auf, welche dem Bache ſein Entſtehen gab, und deren Waſſer die Soldaten aus Ehrfurcht nicht mit unge weihter Berührung zu verunreinigen gewagt hatten, es für den Gebrauch dieſer Familie aufſparend, welche man in Wahrheit im Purpur geboren neunt. Unſer theurer Gemahl war auch bei dieſer Gelegenheit ge⸗ genwärtig, und entdeckte mit zuerſt ein Unglück dieſes Tages. Obgleich nemlich alle übrigen Theile des Frühſtückes durch die Sorgfalt der Bedienten des kaiſerlichen Mundes ſelbſt bei dieſer Gelegenheit faſt ebenſo wie gewöhnlich zubereitet waren, ſo war doch, als ſeine kaiſerliche Majeſtät den Wein verlangte, nich allein das für ſeinen beſondern Verbrauch beſtimmte heilige Getränk ausgegangen oder zurückgelaſſen wor⸗ den, ſondern man konnte ſich nicht ein Mal, um uns des Ausdruckes von Horaz zu bedienen, das nuedelſte Erzengniß der Sabiniſchen Weinberge verſchaffen; ſo daß Seine Majeſtät mit Entzücken das Anerbieten