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Im Jahre 1080 beſtieg Alexius Komnenus den Kai⸗ ſerthron, d. h. er wurde zum Herrn von Conſtantino⸗ pel, von deſſen Weichbild und Umgebungen erklärt; und wenn er geneigt geweſen wäre, in Weichlichkeit ſein Leben hinzubringen, ſo hätten die barbariſchen Einfälle der Scythen und Ungarn wohl ſelten den Schlaf des Kaiſers beunruhigt, wofern er ſich nur be⸗ ſchraͤnkte, ihn in ſeiner Hauptſtadt zu genießen. Man darf wohl annehmen, daß ſich dieſe Sicherheit nicht viel weiter ausdehnte, denn man erzählt ſich, die Kai⸗ ſerin Pulcheria habe der Jungfrau Maria eine Kirche ſoweit als möglich vor dem Stadtthore erbauen laſſen, um nicht in ihren gottesfürchtigen Andachtsübungen durch das feindliche Geheul der Barbaren geſtört zu werden, und der regierende Kaiſer hatte ſich aus dem⸗ ſelben Grunde in der Nähe deſſelben Ortes einen Pal⸗ laſt bauen laſſen.
Alexius Komnenus befand ſich in der Lage der Herr⸗ ſcher, welche nur durch die Größe und Macht ihrer Vorgaͤnger, und mehr durch die große Ausdehnung ih⸗ rer früheren Beſitzungen als von den ihnen bleibenden Glückstrümmern eine Bedeutung erhalten. Mit Aus⸗ nahme des Kaiſernamens, welchen er führte, hatte die⸗ ſer Fürſt keine andere Gewalt mehr über die zerſtückel⸗ ten Provinzen ſeines Reiches, als etwa ein halbtodtes Pferd über die Theile ſeines Leibes, auf welchen ſich ſchon Raben und Geier ihren Fraß ſtreitig machen.
In verſchiedenen Theilen ſeines Reiches erhoben ſich


