Geſuch mit der meinem Amte geziemenden Würde anzu⸗ hören; wie groß aber war mein Erſtaunen, als ich erfuhr, daß ich in dieſem verroſteten Studenten keinen geringeren Mann vor mir habe als Paul, den Bruder Peter Patti⸗ ſons, der gekommen war ſeines Bruders Erbe einzuziehen und wie es ſchien keine geringen Vorſtellungen von dem Werthe desjenigen Theiles deſſelben hatte, der in den Producten ſeiner Feder beſtand.
Wie ich in der kurzen Zeit bemerken konnte, war dieſer Paul ein geſcheidter Junge; er hatte einige Kenntniſſe in den Wiſſenſchaften, wie ſein verſtorbener Bruder, es fehlten ihm aber jene liebenswürdigen Ei⸗ genſchaften, die mich bei Peter ſo oft an John Gay erinnert hatten; er war auch wie dieſer. 4
„An Witz ein Mann, an Einfachheit ein Kind.“ Aus der Garderobe meines verſtorbenen Unterleh⸗ rers ſchien er ſich wenig zu machen, und einen eben ſo geringen Werth legte er auf die Bücher: aber mit Beſtimmtheit verlangte er in den Beſitz der Manu⸗ ſcripte geſetzt zu werden, indem er hartnäckig behaup⸗ tete, daß in dieſer Hinſicht zwiſchen ſeinem verſtorbe⸗ nen Bruder und mir kein beſtimmter Handel abge⸗ ſchloſſen worden ſey, und ſich zuletzt gar an einen Rechts⸗ gelehrten wandte, eine Klaſſe von Leuten, mit denen ich von jeher jede Berührung, ſoviel als möglich ver⸗ mieden hatte.
Aber plötzlich ſiel mir ein Umſtand bei, der mir zu Hülfe kam, tanquam Deus ex machinâ. Dieſer räu⸗


