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10 merus stultorum, ſo zahlloſe Bewunderer hat Eure Geſchichte gefunden. Nur haben einige dem Autor Mangel an Gedaͤchtniß oder Aufrichtigkeit vorgewor⸗ fen, weil er vergaß zu erzaͤhlen, wer Sancho's Grauen ſtahl, denn dieß wird nicht berichtet, wir finden in der Geſchichte nur, daß er geſtohlen wurde; und doch finden wir ihn bald darauf wieder auf demſel⸗ ben Eſel reiten, ohne daß der Autor genauere Aus⸗ kunft in dieſer Sache giebt. Dann, ſagt man wei⸗ ter, habe der Autor vergeſſen, dem Leſer zu erzaͤhlen, was Sancho mit den hundert Goldſtücken anfing, die er in dem Mantelſack in der Sierra Morena fand, denn auch daruͤber ſchweigt der Autor ganz; waͤhrend doch ſo viele garzu gerne wiſſen moͤchten, was er da⸗ mit angefangen und wie er ſie verwandte; dieß iſt einer der Hauptmaͤngel des Werks.“
Wie ergoͤtzlich Sancho die von dem Baccalaureus Carrasco aufgedeckten Dunkelheiten zu heben ſich be⸗ muͤht— wird ſich noch jeder Leſer erinnern; aber es blieben doch noch genug aͤhnliche Lacunæ, Unachtſam⸗ keiten und Verſehen zuruͤck, an denen ſich der Scharf⸗ ſinn jener ſpaniſchen Kritiker uͤben konnte, die ſich fuͤr zu klug halten, als daß ſie durch die gemaͤßigte und beſcheidene Apologie des unſterblichen Autors ſich haͤtten belehren laſſen. Zweifelsohne haͤtte ſich Cervantes auch mit ſeiner ſchwaͤchlichen Geſundheit die ſehr angegriffen war, als er den zweiten Theil ſeines„Don Quixote“ beſchloß entſchuldigen koͤnnen,


