Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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9 man ſicherlich weit ſtrenger mit ihm. Diejenigen, welche ſich durch ihr Genie einen Namen erworben haben, große Dichter und beruͤhmte Geſchichtſchreiber haben gewoͤhnlich, wo nicht immer, eine Menge Nei⸗ der, die, da ſie nichts eigenes zu produciren vermö⸗ gen, ſich ein Geſchaͤft daraus machen, die Producte anderer zu tadelnDas iſt kein Wunder, ſagt Don Quirote;ſo giebt es auch viele Geiſtliche, die ſehr ſchlechte Prediger ſind, und doch die Fehler und Maͤngel in den Predigten Anderer ſchnell her⸗ ausfinden.Dieß iſt alles wahr,« ſagt Carrasco, vund deßhalb wuͤnſchte ich, ſolche Kritiker moͤchten nachſichtiger und weniger gewiſſenhaft ſeyn und nicht auf kleinen Flecken unedelmuͤthig verweilen, die ge⸗ wiſſermaſſen nur ebenſo viele Sonnenſtaͤubchen auf der klaren Sonnenſcheibe ſind. Wenn auch Homer zuweilen ſchlaͤft, ſo moͤgen ſie bedenken, wie viele Naͤchte er durchwachte, um ſeine edlen Werke, ſo feh⸗ lerfrei als moͤglich ans Tageslicht zu foͤrdern. Aber gewiß, es mag manchmal vorkommen, daß als Fehler geruͤgt wird, was eher eine Zierde iſt, wie Mutter⸗ mahle oͤfters die Schoͤnheit eines Geſichtes erhoͤhen. Kurz wer ein Buch ſchreibt, wagt immer viel, weil nichts ſo unwahrſcheinlich iſt, als daß er eines ge⸗ ſchrieben hat, das ihm den Beifall aller Leſer erwirbt. Sicherlich, ſagt Don Quixote,was von mir han⸗ delt, kann nur wenige ergoͤtzt haben.Gerade das Gegentheil,« ſagt Carrasco, denn ſo infinitus est nu-