114
zie in ein, ebenfalls mit Glas gedecktes, Treibhaus fuͤhrte. Ich hatte nie zuvor eine ſo liebliche Verei⸗ nigung der Bequemlichkeiten einer Stube mit den Au⸗ nehmlichkeiten eines Gartens geſehen, ich wundere mich, daß die Großen es nicht oͤfter anwenden. Doch findet ſich in einem Blatte des Spectator ein Wink daruͤber.
Als ich mich dem Treibhaus naͤherte, um es ge⸗ nauer zu betrachten, zog das Camin des Wohnzimmers meine Aufmerkſamkeit auf ſich. Es war ein Pfeiler aus einem einzigen Stein, der mit der Hoͤhe des Zim⸗ mers ganz außer Verhaͤltniß ſtand. Einſt ſchien er ein Wappenſchild getragen zu haben, denn der Hammer oder der Meiſel, der Schild und Viſir zerſtoͤrte, hatte den Baldachin unverletzt gelaſſen, der das fromme Motto trug: Vertrau' auf Gott! Ich hatte von je her, wie Du wohl weißt, eine beſondere Freude an alt⸗go⸗ thiſchen Buchſtaben, und die Grabſteine auf dem Kirch⸗ hofe zu Grey Friar's ſuchte ich oft zu entziffern, um zu erfahren, was ſie von laͤngſt vergeſſenen Todten ſagen.
Joſug ſah mich ſchweigend an, als er mich dieſe Religuie des Alterthums betrachten ſah.„Kannſt Du es leſen?“ frug er endlich. 4 4
Ich wiederholte das Motto, und fuͤgte hinzu, es waͤre noch eine Spur von einer ehemaligen Jahres⸗ zahl vorhanden. 3
„Es ſoll wohl 1537 he ßen,“ ſagte er,„denn ſo lange iſt es weniaſtens, daß meine Voreltern, in den blinden Zeiten des Pabſtthums dieſe Wohnung bauten.“.
„Das iſt ein alter Urſprung,“ ſagte ich, indem ich das Monument mit Ehrfurcht betrachtete,„es thut mir jeid, daß das Wappen ausgeloͤſcht iſt.“
Wahrſcheinlich war es meinem Freunde, obwohl er ein Quater war, unmoglich, ſo ganz allen Mangel an Ehrfurcht vor ſeinem Stammbaum zu verleugnen, obzwar er beſtaͤndig gegen dieſe Eitelkeit eiferte, ungefaͤhr ſo, wie
Jack Fawkes uns im Collegium mit einer Miene, in wei⸗


