Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

113

ligen Laͤcheln verborgen lag, mit welchem mich Joſua Geodes anſah, als ich mit Entzucken eine Gegend be⸗ trachtete, die von der nakten Haide, welche wir heute uſennnen durchwandert hatten, ſo verſchieden war, ſo arf man es wohl einem Manne zu gut halten, der, wie er ſelbſt ſagte, korperliche Geſundheit und geiſtige Erholung darin fand, daß er die Schoͤnheiten der Na⸗ tur anbaut und erhoͤht. Am Ende des weitlaͤu n Gartens bildete der Bach in einem Halbeirkel die na⸗ tuͤrliche Graͤnze. Auf dem jenſeitigen Ufer beſaß Joſua keine Beſitzungen mehr, dort ward der Bach von ab⸗ ſchuͤſſigen Kalkfelſen zuruckgedraͤngt, als wollte die Na⸗ tur eine Ringmauer ziehen um dlees kleine Eden der Schoͤnheit, der Laͤndlichkeit und des Friedens.

„Aber vergiß nicht“ ſagte der guͤtige Quaͤker,„bei Deiner Bewunderung der Schonheiten unſres kleinen Erbtheils, daß Du nur ein ſparſames Fruͤhſtuͤck ein⸗ genommen haſt.“

Indem er dieſes ſagte, oͤffnete Joſna ein kleines Gitterthor, welches durch einen Lauben Gang, der mit Geisblatt und Waldrebe umrantt war, in ein maͤßig roßes Wohnzimmer fuͤhrte, deſſen Moͤbel mit Reinlich⸗ eit und Einfachheit das deutliche Kennzeichen der Sekte trugen, zu welcher der Eigenthuͤmer gehoͤrte.

Deines Vaters Hanna wird allgemein als eine Ausnahme von allen Schottiſchen Haushalterinnen an⸗ geſehen, und in Reinlichkeit iſt ihres Gleichen nicht zu finden unter allen Weibern Alt⸗Schottlands; aber Hanna's Reinlichkeit iſt noch Nach keit im Vergleich mit dem ſorgfaͤltigen Scheuren und Putzen dieſer Leute, welche auf die geringſten Dinge des Lebens jene Strenge übertragen, die ſie ihren moraliſchen Handlungen zei⸗ gen wollen.

Das Wohnzimmer wuͤrde, da es niedrig war und kleine Fenſter hatte, ſehr duͤſter gewoſen ſeyn, hatre der Eigenthuͤmer es nicht durch eine Glasthuͤre erhellt

W. Scott's Werke. XV. 8