Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Hier aber entſtand eine Verſchiedenheit in den Anſichten zwiſchen Pferd und Reiter. Der Letztere naͤm⸗ lich wollte nach Vorſchrift, den Salomon den Weg zur ſteinernen Bruͤcke zu fuhren, aber Salomon glauhte wahrſcheinlich, die Furt waͤre der naͤchſte Weg zu ſei⸗ nem Stalle. Die Anſichten wurden von beiden Seiten heftig beſtritten, und wir hoͤrten Benjies„halloh ja— vorwaͤrts“ und haupt Vhlich ſein m achtiges 9 Peit⸗ ſchen, waͤhrend Salomon, ſo fromm er ſonſt war, nun die Geduld verloren zu haben ſchien, ſt ampfte und aus⸗ ſchlug. Dieſer vereinigte Larm war es alſo, den wir hoͤrten, obſchon wir ſie nicht 5 hen konnten, und deſ⸗ ſen Grund Joſna wohl vermut hen konnte.

Beunruhigt uͤber dieſe T Wahrjeichen, ſchrie der Quaͤker:„Benjie— Du Schur ke— Salomon— du Narr“, als ploͤtzlich beide in voller Haſt erſchienen. Salomon hatte geſiegt, und ſtuͤrzte ſich uun ſammt ſei⸗ nem widerſtrebenden Reiter in vollem Gal die Furt. Nie wechſelte noch Zorn d ſchnell mit menſchen⸗ freunde icher Beſorgniß⸗ wie jetzt bey meinem(Geſel „Der Vurſche wird rrin a Der Sohn einer Witt⸗ we!— ihr einziger Sohn!— und ertrinken!— laß mich loß!? ſchrie er, indem er ſich mit Gewalt loß⸗ reihen wollte, als ich ihn verhinderte ſich in die Jurt zu ſtuͤrzen.

Ich fürchtete durchaus nichts fuͤr Benfie, denn konnte er ſchon das wider ſpenſtige Pferd nicht zaͤhmen, ſo ſaß er doch wie ein Affe im Sattel. Salomon Benjie durchſchritten die Furt mit wenin Muͤ he, und ſetzten am diesſeitigen Ufer unaufh jaltſam ihren Ga⸗ lopp fort.

Es iſt unmoͤglich zu beſti mmen, ob bey dieſer Ge⸗ legenheit der Benj ie mit dem Salomon, oder Sglomon mit Benjie durchging, doch, Charakter und Beweg⸗ gruͤnden nach zu urtheilen, vermuthe ich eher das Er⸗ ſtere. Ich konnte mich des Saahen nicht enthalten als der Schurke gu mir porbei eilte, grinzend vor Augſt