Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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be das Pferd beſteigen ſollte, er doch, ſeiner eigene Sicherheit wegen, langſam reiten wuͤrde.

„Ihr kennt ihn nicht,“ rief Joſug allen Troſt zu⸗ ruͤckweiſend,„er ſoll etwas anſtaͤndig und langſam thun— nein er wird auf dem Salomon galoppiren— er wird die ruhige Geduld des armen Thieres, das mich ſo lange trug, mißbrauchen! Ja, ich bin ſelbſt Schuld daran, daß ich ihn nur die Zugel beruͤhren ließ⸗ denn ein ſolch' ein kleiner Boſewicht gab es vor ihm noch nicht im Lande.“

Dann rechnete er alle Landfrevel her, deren er Beniie beſchuldigte. Er ſtand im Verdacht, den Reb⸗ huͤhnern Fallen zu ſtellen— war von Joſua ſelbſt dar⸗ auf ertappt worden, als er den Singvoͤgeln mit Leim⸗ ruthen nachgeſtellt— ein ſchwerer Verdacht laſtete auf ihm, daß er, mit Huͤlfe eines eben ſo boshaften, hin⸗ terliſtigen, heimtuckiſchen Dachshundes wie er, meh⸗ rere Katzen gequaͤlt und geplagt haͤtte, endlich und haupt⸗ ſaͤchlich wurde er angeklagt, eine Ente geſtohlen zu ha⸗ ben indem er ſie mit eben dieſem Dachshunde erjag⸗ te, welcher ſo gewandt im Waſſer wie auf dem Lande war. Um meinen Freund nicht noch mehr zu erzuͤr⸗ nen, ſtimmte ich mit ihm ein, und erklaͤrte daß auch ich— aus eigner Erfahrung— den Buben zur Satans⸗ brut rechnete. Joſua Geddes aber tadelte den Ausdruck gls zu uͤbertrieben und unziemend im Munde eines uschdenkenden Mannes, und ich wollte den Ausdruck eben als eine gebrauchliche Redensart vertheidigen, als wir vom jenſeitigen Ufer des Bachs her ein Geraͤuſch hoͤrten welches anzuzeigen ſchien, daß Salomon und Benjie im Streit begriffen waͤren. Die Sandhuͤgel, hinter welchen er ſich verbarg, hatten ihn ſeiner Ab⸗ ſicht gemaͤß, unſeren Blicken entzogen, er hatte den Salomon beſtiegen und ihn tuͤchtig angetrieben, ſo waren ſie in guter Freundſchaft fort galoppirt bis ſie ſich der Furt naͤherken, bey welcher des Pferdes geſetz⸗

maͤgiger Eigenthumer ſchon vorbei war.