Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Shephard's Buſch wohnte um beſſer das Vergnuͤgen zu angeln genießen zu koͤnnen.

„Ich wuͤnſche Dir gewiß nichts Boͤſes, junger Mann,“ ſagte mein neuer Freund,„wenn ich Dir fuͤr Deine ernſte Stunden eine beſſere Beſchaͤftigung und ein menſchlicheres Vergnuͤgen(wenn Du doch Ver⸗ gnuͤgen ſuchſt) fuͤr Deine Erholungsſtunden wuͤnſche.“

„Ihr ſeyd ſtreng, Sir,“ erwiederte ich—„denn vor einem Augenblick hoͤrte ich erſt, wie Ihr Euch auf den Schutz der Landesgeſetze berufen habt— gibt es alſo Geſetze und Rechte, ſo muß es doch auch Rechts⸗ gelehrte geben ſie zu erkkaͤren und Richter, um ſie in Anwendung zu bringen.“

Joſua laͤchelte und zeigte auf die Schaafe welche eben auf der Wieſe graſten, bei welcher wir vorbei gingen,„Kaͤme jetzt ein Wolf unter dieſe Heerde, ſie wuͤrden ſich ohne Zweiſel um den Schaͤfer und ſeinen Hund verſammeln und um Schutz flehen; und doch werden ſie taͤglich von dieſem gebiſſen und geplagt, von jenem geſchoren und zuletzt umgebracht. Doch ſage ich das nicht um Dich zu beleidigen, denn obgleich Rechte und Rechtsgelehrte ein Uebel ſind, ſo ſind ſie doch bey dem gegenwaͤrtigen Zuſtand der Geſellſchaft ein noth⸗ wendiges Uebel, bis endlich die Menſchen. lernen wer⸗ den, aus dem eignen Drange ihres Gewiſſens und aus keinem andern Grunde ihren Mitmenſchen das zu geben, was ihnen gebuͤhrt. Doch habe ich rechtliche Maͤnner gekannt welche Deinen zukuͤnftigen Stand mit Gradheit und Rechtlichkeit verwalteten. Das Ver⸗ dienſt deſſen iſt um ſo viel groͤßer, der aufrecht wan⸗ delt auf ſchluͤpfrigem Pfade.“

„Und das Anglen—“ ſagte ich—„was koͤnnt Ihr gegen dieſes Vergnuͤgen einwenden, Ihr, der wenn ich anderſt das recht verſtand, was zwiſchen Euch und meinem vormaligen Wirthe vorging, ſelbſt Beſitzer von Fiſchereien ſeyd?? 3

„Nicht gerade ein Beſitzer,“ erwiederte er,„ich