Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

103

die Einladung war herzlich, und das Brod und die Milch hatte ich ſchnell verſchlungen, und in geringer Quantitat.

„Nein,“ ſagte Joſua,„gebrauche nicht die Spra⸗ che der Complimente mit denen welche darauf ver⸗ zichten, denn waͤre mir dieſe geringe Hoͤflichkeit ſehr ſtoͤrend geweſen, ſo haͤtte ich ſie wahrſcheinlich nicht angeboten.“

„Ich nehme alſo mit derſelben Bereitwilligkeit die Einladung an, mit der Ihr ſie anbietet.“

„Der Quaker lachelte, reichte mir die Hand, ich ſchuͤttelte ſie ihm herzlich, und ſo gehen wir in groͤß⸗ ter Vertraulichkeit unſern Weg weiter fort zuſammen. In Wahrheit unterhielt es mich in meinem Herzen, die offene Weiſe des gutmuͤthigen Joſua Geddes, mit dem harten, finſtern und zuruͤckſtoßenden Betragen mei⸗ nes geſtrigen Wirthes zu vergleichen. Beide waren derb und ohne Ceremoniel; doch trug die Offenheit des Quaͤckers einen Anſtrich frommer Einfachheit, und war mit ſo viel achter Herzensguͤte gepaart, als woll⸗ te der ehrliche Joſua durch Freimuͤthigkeit die aͤußere Hoͤflichkeit erſetzen. Die Manieren des Fiſchers aber waren die eines Mannes, der wohl vertraut mit den Regeln eines feinen Betragens zu ſeyn ſchien, der aber, ſey es aus Stolz oder aus Menſchenfeindſchaft, ſie zu beobachten, vernachlaͤſſigte. Doch gedachte ich ſeiner mit Intereſſe und Neugierde, trotz dem daß er ſo manches Abſtoßende in ſeinem Weſen hatte, und ich nahm mir vor im Laufe des Geſpraͤchs von dem Quaͤker zu erfahren was er von ihm wuͤßte. Er aber lenkte das Geſpraͤch auf einen anderen Gegenſtand, und frug mich uͤber meine eigene Lebensweiſe und uͤber meine Abſicht, warum ich dieſe entlegene Graͤnze beſuchte.

Ich fand es nun fuͤr noͤthig, meinen Namen zu nennen, und hinzufuͤgen, daß ich mich den Rechten gewidmet haͤtte, daß ich aber, weil ich unabhangig maͤ⸗ re, mir eine Erholung erlaubt haͤtte, und nun in