Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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eine gewiſſe Verachtung gegen das bezaubernde, herr⸗ liche Gedicht zu heucheln; aber glaube nur nicht, daß ich, um Deinem ſchlechten Geſchmacke zu ſchmeicheln, irgend eine paſſende Citation unterlaſſen werde, die mir hie und da daraus einfallen moͤchte.

Fort gings, indem der Himmel ſich ſchwarz um⸗ woͤlkte und der Wind eine ſo wilde, ſchauerliche Me⸗ lodie dazu blies, daß ſie trefflich mit den tiefen Toͤ⸗ nen der herannahenden Fluth harmonirte, welche ich in der Ferne hoͤrte, gleich dem Bruͤllen eines furcht⸗ baren Ungeheuers, dem man ſeine Beute raubt.

Endlich fuͤhrte uns unſer Weg durch eine tiefe Schlucht oder Hohlweg, welcher bei dem oft verhuͤllten Schein des Mondes abſchuͤfſig, ſteil und von Baum⸗ ſtaͤmmen unterbrochen ſchien, obgleich im Allgemeinen Baͤume ziemlich ſelten an dieſem Ufer zu finden ſind. Der Weg, durch den wir durch die Schlucht kamen, war jaͤh', abſchuͤſſig und holprig, man mußte zwei oder dreymal, neben tiefen Abgruͤnden, umwenden. Aber weder Gefahr noch Finſterniß konnten die raſchen Be⸗ wegungen des Nappen hemmen, der den Engpaß mehr

auf ſeinen Huͤften heranter zu gleiten als zu galoppi⸗

ren ſchien, indem er mich wiederholt gegen die Schul⸗ tern des ahtletiſchen Reiters warf, welcher dadurch keinerley Beſchwerlichkeit leidend, das Pferd mit den

Sporen antrieb und zugleich mit den n Zuͤgel zuruͤckhielt,

bis wir in Sicherheit den Fud des Abhangs erreich⸗