Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Woher mag es wohl gekommen ſeyn, Alan, daß ich mich eines unwillkuͤhrlichen Schauders nicht erweh⸗ ren konnte, als ich eine Einladung empfieng, welche ſo ſehr an ihrem Platze war und meinem natuͤrlichen Forſchungsgeiſte zuſagen mußte? Doch leicht unter⸗ druͤckte ich dieſes unzeitige Gefuͤhl, druͤckte ihm mei⸗ nen Dank und die Hoffnung aus, daß ich ſeiner Fa⸗ milie nicht zur Laſt fallen wuͤrde; dabei ließ ich wie⸗* der einen Wink fallen, daß ich wuͤnſchte Gelegenheit zu bekommen, die Unruhe, die ich ihm verurſachen moͤchte wieder mit Etwas gut zu machen. Ganz kalt . erwiederte er mir:„Ohne Zweifel wird Eure Gegen⸗ 4 wart, Sir, mich ſtoͤren, aber auf eine Art die Eure

Boͤrſe nicht verguͤten kann; mit einem Worte, willige

ich auch ein, Euch als meinen Gaſt zu empfangen, ſo

bin ich doch kein Wirth der um's Geld beherbergt.“ 1 Ich bat ihn wieder um Verzeihung und ſetzte mich, auf ſein Bitten, wieder hinter ihm auf das

Pferd, welches raſch davon eilte, wie zuvor.— Wenn

dann der Mond die Wolken, die ihn umhuͤllten, durch⸗ dringen konnte, ſo erſchien der lange Schatten des Thieres mit ſeiner doppelten Buͤrde, ſchauerlich auf dem wilden, kahlen Boden uͤber den wir eilten. Magſt Du immerhin lachen bis daß der Brief Dir aus den Haͤnden fäͤllt, aber es erinnerte mich an den Zauberer Atlantes auf ſeinem Hyppogriph, mit ei⸗ nem Ritter hinter ſich auf, ſo wie Arioſt ihn uns be⸗ ſchrieb. Ich weiß es wohl, Du biſt proſaiſch genug⸗