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Zweiter Brief⸗
Alan Fairford an Darſie Latimer.
Negatur, mein theurer Darſie— Du haſt ja Lo⸗ gik und Jus genug ſtudirt, um das Wort der Ver⸗ neinung zu verſtehen. Ich greife Deinen Schluß an, obſchon ich die Praͤmice annehme. Daß ich naͤmlich, als ich den hölliſchen Gaul ritt, wohl ſo etwas Seuf⸗ zeraͤhnliches ausgeſtoßen haben mag, obzwar ich glaub⸗ te, es muͤßte ſich unter dem Schnauben und Schnar⸗ chen des windbruͤchigen Viehes verloren haben, das mag ſeyn. Uebrigens mas wohl das Thier einzig in
ſeiner Art ſeyn, denn an Gebrechen aller Art gleicht
ihm vie der da ſtarb, geprieſen im Geſange: „Eine Meile weit von Dundee.“
Aber glaube mir, Darſie, der Senfzer, welcher mir entſchluͤpfte, galt mehr Dir als mir, und betraf weder Dein vorziglicheres Reitpferd, noch Deine beſſer verſe⸗ hene Reiſeboͤrſe. Ich hatte freilich ein paar Tage fröͤh⸗ lich mit Dir im Lande herumſtreichen koͤnnen; und ich verſichere Dich, daß ich keinen Angenblick gezoͤgert haͤtte, Deinen wohlverſehenen Geldbeutel fuͤr unſere gemeinſchaftlichen Reiſekoſten in Anſpruch zu nehmen. Aber Du weißt, daß mein Vater jeden, dem Rechts⸗ ſtudium entzogenen. Augenblick als einen Schritt ruͤck⸗ warts betrachtet, und ich verdanle dieſer ſeiner Aengſt⸗
jelleicht nur des armen Mannes Karrengaul


