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Sie mir nun Ihr Mitleid schenken und mir ver- geben?“
«Mylord, entgegnete der Alterthumsforscher sehr bewegt,«mein Mitleid, meine Verzeihung dürfen Sie nicht erst fordern; denn Ihre unglück- liche Geschichte ist nicht nur schon an und für sich eine hinreichende Entschuldigung alles des- sen, was in Ihrem Benehmen geheimnifsvoll schei- nen möchte, sondern würd' auch, denk' ich, selbst ihre bittersten Feinde— und zu diesen hab' ich mich nie gezählt— zur Theilnahme und zu Thränen bewegen. Aber erlauben Sie mir eine Frage! Was gedenken Sie jetzt zu thun, und wie kömmt es, daſs Sie mich, dessen Meynung Ihnen doch ganz gleichgültig seyn muſs, mit Ih- rem Vertrauen bey dieser Gelegenheit beehren 5*
„Herr Oldbuck,“ versetzte der Craf,«da ich nicht voraussehen konnte, von welcher Art das Bekenntnifs, das ich heute vernommen, seyn würde, so brauch' ich auch nicht zu sagen, dafs es gar nicht meine Absicht war, Sie oder Jemand anders bey einer Sache um Rath zu fragen, deren eigentliche Tendenz ich durchaus nicht ahnen konnte. Indeſs— ich bin ohne Freunde, unge- übt in Geschäften, und durch lange Zurückgezo- genheit völlig unbekannt mit den Landesgesetzen und den Sitten der jetzt lebenden Ceneration, und da ich mich nun so unerwartet in Angelegen- heitef verwickelt sehe, die ich so wenig kenne, so greif' ich, wie Siner, der nahe daran ist zu


