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so bin ich es sicher. Meine Nahrung hat mich nicht genährt— mein Schlaf nicht erquickt— mein Cebet nicht getröstet; Alles, was andern Menschen erfreulich und heilsam ist, hat sich für mich in Cift verwandelt. Der seltene und beschränkte Umgang, in dem ich noch mit An- dern stand, war mir höchst zuwider. Es war mir immer, als stecke ich mit meiner unnatürlichen und unaussprechlichen Schuld den harmlos Hei- tern, den Unschuldigen an. Es gab Augenblicke, wo ich auf andere Gedanken kam. Ich wollte mich in Kriegesabentheuer stürzen, oder den Ce- fahren Trotz bieten, welche dem Reisenden in einem fremden, rauhen Clima drohen; ich wollte mich in politische Händel mischen, und dann auch wieder, wie ein Einsiedler, in stiller Ab- geschiedenheit ein frommes Leben führen. Alle diese Gedanken kreuzten sich in meiner Seele, allein die Ausführung des einen wie des andern verlangte eine Kraft, die ich damals nicht besaſs; denn der Schlag, den ich erlitten, hatte mich gänzlick pelähmt. Ich führte daher mein Pflan- zenleben, o gut ich konnte, an einem und dem- selben Orte fort. Phantasie, Empfindung, Ur- theilskraft verminderten sich in dem Grade, als meine Gesundheit abnahm. Ich glich einem Baume, dessen Rinde man abgeschält hat; zu- erst welken seine Blüthen, dann seine Zweige, und endlich gleicht er dem saftlosen, odten Stamme, den Sie hier vor sich sehen.— Werden


