197
Elende! Den furchtbaren Meineid, den noch furchtbarere Folgen begleiteten— den hältst Du für einen dem Hause Deiner Wohlthäter gelei- steten Dienst?o 7
„Ich diente ihr, die- damals das Haupt des Hauses war, da sie meine Dienste verlangte. Die Ursache hatte sie mit Gott und ihrem Gewissen auszumachen, ich die Art der Ausführung mit ihm und dem meinigen. Sie ist zur Rechenschaft gefordert worden, und ich muls folgen— wiſst Ihr nun Alles?“
„Nein,“ enigegnete Lord Glenallan,«Ihr habt mir noch mehr mitzutheilen— müfst mir erzäh- len, wie der Engel starb, den Euer Meineid zur Verzweiflung trieb, befleckt, wie er wähnte, mit einem so schrecklichen Verbrechen. Sprecht wahr und offen! War der furchtbare, schreck- liche Vorfall»— er konnte kaum die Worte herausbringen— 8 wie er erzählt wird, oder war er das Werk einer noch weiter getriebenen, wenn auch nicht schrecklichern Grausamkeit, von andern Händen ausgeübtd“
Ich versteh' Euch,» sagte Elsbeth;«aber die Sage ist wahr. Unser falsches Zeugniſs war al- lerdings Ursache, sber die That war die Folge ihrer eigenen Geisteszerrüttung. Bey jener furchts haren Enthüllung, als ihr von der Gräfin hinveg. sturztet, Euch auf's Pferd warft, und blitzschnell aus dem Schlosse fortsprengtet, damals hatte die


