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nigin von Schottland heirathete, und ſich bei den nachheri⸗ gen Unruhen genoͤthigt ſah, auf eine Zeit lang nach London zu entweichen. Waͤhrend ſeines Aufenthalts in England ge⸗ bar ihm ſeine Frau eine Tochter, mit Namen Margarethe Douglas, die, als ihre Eltern nach Schottland zuruͤckkehr⸗ ten, an dem engliſchen Hofe, unter dem Schutze ihres Oheims, des Koͤnigs Heinrich, blieb. Eben ſo mußt du dich erinnern, daß, waͤhrend der Regentſchaft des Herzogs von Chatelherault, der Graf von Lennor ſich an die Spitze der engliſchen Partei in Schottland zu ſtellen ſuchte, daß er aber, nachdem ſein Verſuch aus Mangel an Macht oder durch ſein fehlerhaftes Betragen mißlungen war, ſich eben⸗ falls nach England zuruͤckziehen mußte, wo ihm Heinrich VIII., aus Dankbarkeit fuͤr ſeinen nutzloſen Verſuch, die Hand ſeiner Nichte, der Lady Margarethe Douglas, gab, die durch ihre Mutter Margarethe, einen Anſpruch auf die Ererbung der engliſchen Krone hatte.
Da der Vater des jungen Lord Darnley einen ſo hohen Rang, und ſeine Eltern ſolche Anſpruͤche hatten, glaubte Maria, ſie werde durch ihre Heirath mit ihm Eliſabeths Wuͤnſche erfuͤllen, die, obſchon nur undeutlich, einen Einge⸗ borenen Britanniens, und einen Mann, der keinen koͤnigli⸗ chen Rang hatte, als ihre ſicherſte Wahl, und als die, wel⸗ che ihr ſelbſt die angenehmſte ſeyn würde, zu bezeichnen ſchien. Elifabeth ſchien den Vorſchlag guͤnſtig aufzunehmen, und erlaubte dem jungen Manne und ſeinem Vater Lennor, den ſchottiſchen Hof zu beſuchen, in der Hoffnung, ihre Ge⸗ genwart werde die Angelegenheiten dieſes Landes in noch groͤſ⸗ ſere Verwirrung bringen; und in der Meinung, ſie werde, im Falle es mit der Heirath Ernſt werden ſollte, ſie leicht vereiteln koͤnnen, wenn ſie dieſelben als ihre Unterthanen zu⸗


