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ger Herkunft, als daß er nach der Hand einer Köͤaigin zon Schottland und einer verwittweten Koͤnigin von Frankreich, um welche die maͤchtigſten Monarchen in Europa zu gleicher Zeit warben, haͤtte ſtreben dürfen.
Der Erzherzog Karl, dritter Sohn des Kaiſers von
Deutſchland, wurde auf der einen Seite, der Erbprinz von Spanien auf der andern vorgeſchlagen; der Herzog von An⸗ jon, der nachher Heinrich II. von Frankreich wurde, trug ſich ebenfalls an. Haͤtte aber Maria die Hand eines frem⸗
den Fuͤrſten angenommen, ſo wuͤrde ſie ſich der Ausficht, die
engliſche Krone zu erlangen, beraubt, ja, in Betracht der Eiferſucht ihrer proteſtantiſchen Unterthanen, ſogar ihren Be⸗ ſitz der Krone Schottlands gefaͤhrdet haben. Sie war ſo tief von dieſen Betrachtungen durchdrungen, daß ſie ſogar erklaͤr⸗ te, ſie wuͤrde in die Heirath mit dem Grafen von Leiceſter willigen, wenn Eliſabeth ſie als die naͤchſte Erbin der engli⸗ ſchen Krone, im Fall ihres Abſterbens ohne Kinder, anerken⸗ nen wollte. Dieß entſprach jedoch Eliſabeths Politik nicht. Sie wuͤnſchte Marien mit niemand, viel weniger mit Leice⸗ ſter, ihrem eigenen Guͤnſtlinge, vermaͤhlt zu ſehen; und war daher ungemein abgeneigt, ihre Geſinnung uͤber die Thron⸗ folge(einen Gegenſtand, in Betreff deſſen ſie ſtets das ge⸗ heimnißvollſte Stillſchweigen beobachtete) auszuſprechen, um die Verbindung ihrer Nebenbuhlerin mit dem Manne, den ſie ſelbſt vorzog, zu Stande zu bringen.
Inzwiſchen warf die Koͤnigin Maria ihr Auge auf einen jungen Edelmann von hoher Geburt, der ſowohl mit ihrer, als mit Eliſabeths Familie nahe verwandt war. Dieß war Heinrich Stewart, Lord Darnley, der aͤlteſte Sohn des Gra⸗ fen von Lennox. Du wirſt dich erinnern, daß der Graf von Angus, nach der Schlacht bei Flodden, die, verwittwete Koͤ⸗
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