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ger und ſchwerbewaffneter Mann, fiel waͤhrend der Flucht vom Pferde und wurde zertreten, oder ſtarb, wie andere ſa⸗ gen, aus Herzeleid. Dieſe Schlacht fiel den 28. October 1562 vor. Der Leichnam eines Mannes, der vor Kurzem für einen der tapferſten, weiſeſten und maͤchtigſten in Schott⸗ land galt, wurde nachher, in ein Wamms von grober Lein⸗ wand gekleidet, vor einen Gerichtshof gebracht, damit das Urtheil eines Verraͤthers uͤber den gefuͤhlloſen Leichnam aus⸗ geſprochen wuͤrde.. Sir John Gordon, der Sohn des beſiegten Grafen, wurde in Aberdeen drei Dage nach der Schlacht enthauptet. Murray wurde in den Beſitz der zu ſeiner neuen Grafſchaft gehoͤrigen Laͤndereien geſetzt, und die Koͤnigin kehrte zuruͤck, nachdem ſie, durch die Thaͤtigkeit ihrer Maßregeln und das Gluͤck ihrer Waffen, allgemeinen Schrecken unter den Baro⸗ nen verbreitet hatte, die man im Verdachte der Widerſpen⸗ ſtigkeit hatte..=
Bis hierher war Marias Regierung ausgezeichnet gluͤck⸗ lich gewefen; allein jetzt naͤherte ſich eine unheilvolle Kriſe, die ſie in das tiefſte Elend ſtuͤrzte. Sie hatte von ihrem ver⸗ ſtorbenen Gemahle, dem Koͤnige von Frankreich, keine Kin⸗ der, und ihre Unterthanen wünſchten, ſie moͤchte einen zwei⸗ ten Gemahl heirathen, eine Abſicht, die ſie ſelbſt hegte und beguͤnſtigte. Es war nothwendig, oder wenigſtens klug, die Koͤnigin Eliſabeth uͤber dieſen Punkt zu befragen. Dieſe Fuͤrſtin hatte erklaͤrt, ſie werde nie heirathen, und falls ſie
auf deeſem Entſchluſſe beharrte, war Maria von Schottland
die naͤchſte Erbin der engliſchen Krone. In Erwartung die⸗ ſer reichen und glaͤnzenden Erbſchaft war es daher ſowohl klug als natürlich, daß Marig bei der neuen Ehe, die ſie zu ſchliefen im Begriff ſand, den Rath und Beifall der Fuͤr⸗


