Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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an, welche die Haͤuſer des niedern Adels darboten. Es war

jedoch eine Scene, die ihren natuͤrlichen Muth aufregte, und als ſie an der Spitze ihres Heers einher ritt, fühlte ſie ſich ſo begeiſtert, daß ſie oͤffentlich wuͤnſchte, ſie waͤre als Mann geboren worden, um die ganze Nacht auf dem Felde zu ſchla⸗ fen, und mit einem Panzer und einer Stahlhaube bewaffnet, einen guten Schild auf ihrem Ruͤcken, und ein breites Schwert an ihrer Seite, einherzugehen.

Huntly ſcheint, durch die Ankunft ſeiner Fuͤrſtin uͤber⸗ raſcht, unſchluͤſſig geweſen zu ſeyn, was er thun ſolle. Waͤh⸗

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rend er gegen die Koͤnigin alle Unterwuͤrfigkeit an den Tag legte, und ſie zu bewegen ſuchte, ſein Haus, als das eines pflichterfuͤllten Unterthanen, zu beſuchen, widerſetzte ſich eine Abtheilung ſeiner Vaſallen ihrem Eintritte in das koͤnigliche Schloß Inverneß, und ſuchte dieſe Feſtung gegen ſie zu ver⸗ theidigen. Sie ſahen ſich jedoch genoͤthigt, ſich zu ergeben, und der Gouverneur wurde als Verraͤther hingerichtet. Inzwiſchen entfloh Sir John Gordon aus dem Gefaͤng⸗ niſſe, zu dem ihn die Königin verurtheilt hatte, und ſtellte ſich an die Spitze der Vaſallen ſeines Vaters, die jetzt nach allen Richtungen ſich erhoben; und ſein Vater der Graf von Huntly, der die Koͤnigin als gaͤnzlich von ſeinem Feinde, dem Grafen von Mar geleitet, betrachtete, griff endlich zu den Waffen.. Huntly verſammelte mit leichter Muͤhe ein bedeutendes Heer, und ruͤckte nach Aberdeen vor. Der Zweck ſeines Un⸗ ternehmens war vielleicht dem aͤhnlich, welchen Buccleuch auf dem Schlachtfelde von Melroſe gehabt hatte, ein Angriff mehr auf die Rathgeber der Koͤnigin, als auf ihre eigene Perſon. Aber ihr Bruder, der jetzt den Ditel: Graf von Murray angenommen hatte, war eben ſo tapfer und gluͤcklich