— 84 heit dazu zeigen wuͤrde. Ihr Bruder, der neugeſchaffene Graf von Mar, der um dieſe Zeit ihr Hauptrathgeber und ihr beſter Freund war, benutzte jedoch ſeinen Einfluß bei der proteſtantiſchen Geiſtlichkeit zu ihren Gunſten, und einige Kaͤlte entſtand zwiſchen ihm und John Knox wegen dieſer Sache, die mehr als ein Jahr lang dauerte.
Die erſte Unruhe unter der Regierung der Koͤnigin Ma⸗ ria ſcheint aus ihrer Anhaͤnglichkeit an Lord Jakob Stewart und ſein Intereſſe entſprungen zu ſeyn. Sie hatte ihn, wie wir geſagt haben, zum Grafen von Mar erhoben; allein ſie hatte die Abſicht, ihm, ſtatt dieſes Ditels, den eines Grafen von Murray zu verleihen, und mit demſelben einen großen Theil der zu dieſer noͤrdlichen Grafſchaft gehoͤrenden ausge⸗ dehnten Laͤndereien, die nach der Erloͤſchung der Erben des beruͤhmten Thomas Randolph, der ſie unter der Regierung des großen Robert Bruce beſeſſen hatte, der Krone einverleibt worden waren.
Dieſer Tauſch konnte jedoch nicht ſtatt ſinden, ohne daß der Graf von Huntly, der oͤfters als das Haupt der maͤch⸗ tigſten Familie in dem Norden erwaͤhnt worden iſt, und der ſich in den Beſitz eines bedeutenden Cheils der Laͤndereien, die zu der Grafſchaft Murray gehoͤrt, geſetzt hatte, dadurch beleidigt wurde. Dieſer Graf von Huntly war ein tapferer Mann, und beſaß eine ſehr große Macht in den noͤrdlichen Grafſchaften. Er war einer der wenigen Pairs, die der ka⸗ tholiſchen Religion treu blieben, und nach der Familie Ha⸗ milton der naͤchſte Verwandte der koͤniglichen Familie.
Man glaubte, wenn die Koͤnigin, ſtatt nach Leith zu kommen, in Aberdeen gelandet, und ihren Entſchluß erklaͤrt haͤtte, die katholiſche Religion wieder einzufuͤhren, der Graf bereit geweſen waͤre, ſie mit 20,000 Mann bei der Anfüh⸗
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